SALIVA wird den Wenigsten ein Begriff sein, Josey Scott hingegen den Meisten, spätestens wenn in dem Zusammenhang die Worte "Spiderman-Soundtrack" fallen. Gemeinsam mit Chad "Jesus" Kroeger von NICKELBACK hat er vor einiger Zeit "Hero" vom Dach eines alten Hochhauses geträllert und damit eindeutig Stellung bezogen was seine musikalischen Preferenzen betrifft. Sanfter Rock, ab und zu ein bisschen aufbrausend, MTV-tauglich, Herz-Schmerz, aber weit entfernt von harter Musik und leider viel zu oft hart an der Grenze zum Kitsch.
Dadurch, daß es auf dem Album so viele langsame "Schnulzen" gibt, wirken die härteren Ausfälle ein bisschen unglaubwürdig...der Vergleich zu NICKELBACK bietet sich nciht nur an, er drängt sich einem auf, spätestens nach der (zugegebenermaßen guten) Ballade "Always", die gleichzeitig die erste Singleauskopplung war und dessen Review es
hier gibt.
In der soften Tonart geht es weiter, einzige härtere Tracks sind "All because of you", "Pride" und der äußerst seltsame Track "Raise Up", ein Lied im Rap-Metal Stil das so überhaupt nicht auf diese Platte passt. Ansonsten finden sich ausnahmslos midtempo-Rocknummern auf dem Album, mal härter, mal balladiger, alles sehr an NICKELBACK angelehnt und qualitativ sehr gut. Wer also großer Fan von gefühlvollen Softrock Nummern ist und einkehrende Langeweile riskieren will sei mit SALIVA gut beraten. Alle Anderen halten sich lieber an Klassiker wie "Nothing else matters" oder "Don't Cry", diese zwei Nummern sollten den Balladenbedarf eines durchschnittlichen Heavy Metal Fans bis ans Lebensende decken.